Jasmina Kulas war im Spätsommer 2023 auf Santa Maria unterwegs und erzählt uns von ihren Erlebnissen auf der ältesten Azoren-Insel.

Santa Maria
Insel, die aus Träumen geboren
Ich hab meine Sinne verloren
In dem Fieber, das wie Feuer brennt

Wer kennt das Lied von Roland Kaiser nicht? Genau diese Melodie ist mir durch den Kopf, als wir zur Landung auf Santa Maria angesetzt haben. Ich war schon mehrmals auf den Azoren. Doch Santa Maria hat auf meiner Liste bisher noch gefehlt.

Nach meiner Ankunft am superkleinen Flughafen gings zur Mietwagenstation und dann auf die Strasse. Nach nur 10 Fahrminuten habe ich die Inselhauptstadt Vila do Porto erreicht. Einen Parkplatz habe ich schnell gefunden und im Charming Blue Hotel eingecheckt. Es ist das neuste Hotel auf der Insel und wirklich schön. Die Zimmer sind komfortabel und ich hatte Zugang zum «Laubengang» im Hinterhof. Dort befindet sich auch der kleine Swimmingpool mit Liegemöglichkeiten. Zu Fuss ging ich dann los, um das Dorf zu erkunden. Nach 10 Minuten war ich fertig! Ha ha!

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Am nächsten Morgen schnürte ich die Wanderschuhe. Es ging durch die rote Mini-Wüste Barreiro da Piedade zum Meer. Von dort führte der Weg vorbei an grasenden Kühen zu einem ehemaligen Walausguck an der Ponta da Malbusca. Hier hätte ich stundenlang stehen und aufs Meer starren können, aber Pflichten riefen – ein paar Hotelbesichtigungen standen noch an.
Abends verschlug es mich dann zur Praia Formosa, dem Vorzeigestrand der Azoren. Um ehrlich zu sein: In den Reiseführern sieht er besser aus, als er tatsächlich ist. Keine Liegestühle, keine Sonnenschirme, und das Wasser war Ende August... SAUKALT! Ich habe mich mutig auf ein kurzes Fussbad beschränkt. Das war dann auch genug Abkühlung für den Tag!

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Mein absolutes Wander-Highlight erlebte ich am nächsten Tag. Von Santa Bárbara ging es zur Baía do Tagarete. Diese Strecke ist unglaublich abwechslungsreich und ein absolutes Muss. Vergesst auf keinen Fall den kleinen Schwenker zum Miradouro dos Algares! Der Ausblick von dort ist schlichtweg gigantisch!

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Generell sind die Azoren wie gemacht zum Wandern auf eigene Faust. Die meisten Routen sind top beschildert und der Rother Wanderführer ist ein treuer Begleiter. Besonders auf Santa Maria war nicht viel los. Ich war zeitweise stundenlang allein unterwegs, habe mich aber nie unwohl gefühlt. Einfach nur Natur pur und die Seele baumeln lassen! Meine Reise geht nun weiter zur nächsten Azoren-Insel. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet. Bleibt dran!

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